Joseph Roth – Prag (1932)

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…So schweigsam wie hier sind nirgends die Häuser nach Mitternacht. Die Betrunkenen dämpft die Ehrwürdigkeit der Plätze. In den Gassen erstirbt jeder Laut. Romantische Menschen gehen hier spazieren und führen skeptische Gespräche. Denn inmitten dieser unwahrscheinlichsten Märchen lebt ein altes ungläubiges Geschlecht, das zum Spott neigt und zur Selbstverspottung. Die Romantik wird nie kitschig, weil sie an die Skepsis grenzt. Die Ironie mischt sich mit der Wundergläubigkeit. (…) Prag ist eine Fakultät, eine Wissenschaft und fast eine Weltanschauung…

(Dieser Text Rotha erschien 1932 in der Neuesten Zeitung. In diesen Tagen wird er erstmals im Buch veröffentlicht. In: Joseph Roth: “Heimweh nach Prag. Feuilletons, Glossen Reportagen”. Wallstein-Verlag, 640 Seiten)

About Der Landstreicher

Ιδού η αληθινή Ταϊτή, δηλαδή: πιστά πλασμένη με τη φαντασία μου. (Πολ Γκογκέν και Σαρλ Μορίς)............... Είμαστε εμείς οι ονειροπαρμένοι τρελλοί της γης με τη φλογισμένη καρδιά και τα έξαλλα μάτια. (Γιώργος Μακρής).............. Und wollt ihr wissen, wer ich bin, ich weiß es selber nicht, ich irre so durchs Leben hin, weiß nicht, wo ich zu Hause bin und will es wissen nicht. (Landstreicherlied, Arnold Waldwagner)...........

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